Mehrfamilienhaus in der ersten Reihe an der Isar. Ausgabe 45, Quelle: Aigner
Liebe Leserinnen, liebe Leser !
Erinnern Sie sich noch an Ihre Vorsätze fürs neue Jahr? Oder hatten Sie gar keine, weil das Jahresendgeschäft keine Zeit für solcherlei ließ? Für alle Fälle: Am 17. Februar haben Sie eine zweite Chance. Dann beginnt nach dem chinesischen Kalender das Jahr des Feuerpferdes. Das gibt es nur alle 60 Jahre. Es steht für so etwas wie außergewöhnliche Energie, Leidenschaft und Erfolg. Also das, wovon Sie gar nicht genug haben können. Vielleicht nicht so schlecht nach dreieinhalb Jahren, in denen es zwar nicht für alle, aber doch für viele in der Immobilienwirtschaft nicht mehr so richtig läuft. Ob es 2026 wieder losgeht?
In München kommt womöglich Themen wie der Reaktivierung der Eisbachwelle symbolische Bedeutung für Energie, Leidenschaft und Erfolg zu. Die international bekannte Attraktion am Haus der Kunst fiel im Oktober mutmaßlich einem Putztrupp zum Opfer. Seither ist dort Schluss mit Surfen und die Monate ohne hydrologische Wasserwelle gehen ins Land. Weniger, weil keiner wüsste, wie so eine Welle wieder in Gang zu bringen wäre, sondern vielmehr, weil das Symbol für Sport, Freiheit und Lässigkeit ein Fall für nimmer enden wollende Juristerei ist. Aus der Attraktion wurde also eine internationale Peinlichkeit. Und das in der Stadt von Forschergeist, Oktoberfest und Zukunftstechnologie! Sollte es auf der Welle bald wieder Surfer geben, wäre das ein Signal für „geht doch“ statt „geht nicht“. Zeit wird’s.
„Geht doch“ könnte auch das Motto für Immobiliengeschäfte in der Metropolregion München 2026 werden. Das Transaktionsgeschäft mit Gewerbeimmobilien zog Ende 2025 merklich an. Gleiches gilt für die Geschäftigkeit bei den Bürovermietungen. Schon das erste Quartal 2026 wird zeigen, ob der Jahresendspurt 2025 Zeichen eines Trends oder eher eine Ausnahme war. Maklerunternehmen wie Aigner Immobilien vermelden weiterhin starke Umsatzzahlen. Im Interview mit dem Immobilienbrief München berichtet Thomas Aigner für 2026 von gut gefüllten Auftragsbüchern. Damit ist er nicht alleine.
Es könnte also was werden mit dem Jahr des Feuerpferdes. Die 41 Tonnen Silvestermüll in München sind beseitigt, ohne dass es – Stichwort Eisbachwelle – zu Kollateralschäden kam. Das Bahnhofsviertel heißt fortan Central Quartier und die DZ Hyp erlebte einen Run auf die 670 Tickets für ihren Neujahrsempfang im Bayerischen Hof. Binnen 24 Stunden waren alle weg. Das klingt nicht nach Krise und Elend, sondern nach Zuversicht und „Los geht’s“.
Es grüßt Sie ganz herzlich und entschieden zuversichtlich, wenn auch gründlich fremdelnd mit dem Namen „Central Quartier“
Ihr
Bernhard Bomke, Chefredakteur
Frauenkirche in München, Quelle: Stocks
Die zauberhafte Altstadt in Landshut, Quelle: Stocks
Münsing am Starnberger See, Quelle: Stocks
Bayrische Lebensfreude, Quelle: Stocks
Das Friedensdenkmal in München, Quelle: Stocks
Der Viktualienmarkt in München, Quelle: Stocks
