Neuerfindung des Arabellahauses: Statt Einheitsfassade künftig
mit Außenrolltreppe und zwei Öffnungen.
Ausgabe 56, Quelle: Bayerische Hausbau | Zeichen & Wunder

Liebe Leserinnen, liebe Leser !

Die bislang größte Hitze des Jahres ist vorbei, die Fußball-WM für Deutschland sowieso und auch die erste Jahreshälfte ist vorüber. Sie brachte in München gegenüber 2025 immerhin etwas mehr Geschäft mit An- und Verkäufen von Gewerbeimmobilien, ein Drittel mehr Büroquadratmeter, die vermietet wurden, und die Bestätigung des Gutachterausschusses, dass die Preise für Wohnbauland in der Landeshauptstadt im vergangenen Jahr im Schnitt um 15 Prozent fielen. Ging es um Geschosswohnungsbau, rutschten die Baulandpreise sogar um 27,5 Prozent ab. Ob das für einen Bauturbo der besonderen Art reicht und die Wohnungsbauzahlen bald durch die Decke gehen lässt?

Zur Halbjahresbilanz in München gehört auch: Die Stadt hat erstmals einen Oberbürgermeister, der social-media-technisch omnipräsent ist. Ganz gleich, ob es um eine der vielen physischen Baustellen in der Stadt geht, irgendwelche Zuckungen in Berlin oder Trockenheit: Dominik Krause ist auf Sendung. Das mag zu viel, zu wenig oder okay sein: Am Ende zählen die Ergebnisse: Zum Beispiel beim Sparen von Geld, nachdem die Stadt ihren Schuldenstand in den vergangenen fünf Jahren auf mittlerweile über 8 Milliarden Euro mehr als verfünffacht hat.

Oder beim Wohnungsbau, zu dem Krause bei jeder Veranstaltung der Immobilienbranche mit den von ihm postulierten 50 000 neuen Wohnungen in Verbindung gebracht wird. Und beim Beschleunigen von Genehmigungsprozessen in der Stadtverwaltung. Unverändert klagen Bauwillige über Endlosdebatten über 10 Zentimeter Firsthöhe, jeden Millimeter Abstandsfläche und Unkenntnis bei Genehmigungsbehörden darüber, dass Zeit Geld kostet. Potenziell auch das Geld von Wohnungsmietern, die über ihre Mietzahlungen wesentlich dazu beitragen, dass die Rechnung bei Wohnungsbauprojekten aufgeht. Kurz gesagt: Steigen die Kosten, steigen auch die Mieten. Eine Binse.

Mit Immobilien hat es ebenfalls zu tun, wenn die Stadt München infolge der vielen Trockenheit zum Wassersparen aufruft. Also, keine Autowäsche, kein Rasensprengen, kein Wasser für Planschbecken und die Feuerwehr soll weniger wasserlastig üben. Als der Hausservice des Münchner Rathauses mitteilte, er werde in Kürze die Fenster ebendieses Rathauses putzen, rief das die Opposition auf den Plan. Die CSU, im Wahlkampf noch mit dem Thema Sauberkeit in der Stadt unterwegs, forderte den Oberbürgermeister auf: „Die Fensterreinigung muss gestoppt werden!“ Eine solche Zeile kann kein Drehbuchautor erfinden. Die Forderung war streng genommen natürlich ein Anschlag auf die Freiheit des Property-Managements!

Die Freiheit, anstelle von Abriss und Neubau nun eine Revitalisierung mitsamt Erweiterung vorzunehmen, nimmt sich die Bayerische Hausbau Real Estate. Das Arabellahaus wird also 2030 weiterhin zur Baustelle, nur jetzt anders. Zum Look & Feel in der Immobilie kann kaum einer mehr sagen als Geschäftsführer Stefan Bögl. Der Grund: Er wohnte dort, als die Immobilie schon 56 Jahre alt war. Der Mann hat also was zu erzählen. Was alles, lesen Sie in dieser Ausgabe.

Es grüßt Sie ganz herzlich – wenn auch nicht aus dem Arabellahaus

Ihr

Bernhard Bomke, Chefredakteur 

Die aktuelle Ausgabe vom 08. Juli 2026

Frauenkirche in München, Quelle: Stocks

Die zauberhafte Altstadt in Landshut, Quelle: Stocks

Münsing am Starnberger See, Quelle: Stocks

Bayrische Lebensfreude, Quelle: Stocks

Das Friedensdenkmal in München, Quelle: Stocks

Der Viktualienmarkt in München, Quelle: Stocks