Münchner Wohnen vollendet 161 Wohnungen in Feldmoching. Ausgabe 51, Quelle: Härdtlein

Liebe Leserinnen, liebe Leser !

Es hat Seltenheitswert, im Immobilienbrief München die schleswig-holsteinische Landeshauptstadt Kiel zu erwähnen. Diesmal gibt es gleich zwei Anlässe dazu. Der erste hat mit dem Starnberger Immobilienunternehmen Ehret+Klein zu tun. Dort hat das Versorgungswerk der Zahnärztekammer Schleswig-Holstein seinen Anteil an den Aktien von 25 auf  75 Prozent erhöht. Was das konkret bedeutet, erklärt E+K-Vorstand Sebastian Wasser im Interview. Die Kurzform schon mal hier: Es soll weiterhin am Starnberger See und nicht an der Kieler Förde entschieden werden, was bei E+K geschäftlich läuft. 

Der zweite Anlass betrifft den sogenannten GREIX-Kaufpreisindex 2025. Den hat das Kiel Institut für Weltwirtschaft auf der Basis von Daten der Gutachterausschüsse errechnet. Der Index misst unter anderem die Unterschiede der Preisentwicklung bei Wohnungen in den verschiedenen Vierteln einer Stadt. Ergebnis: In den sieben größten Städten Deutschlands sind die Preisunterschiede zwischen dem günstigsten und dem teuersten Viertel erheblich. In Berlin kosten Wohnungen im Bezirk Mitte zum Beispiel mehr als doppelt so viel pro Quadratmeter wie in Spandau. In München dagegen liegen die Kaufpreise im teuersten Bezirk Altstadt-Maxvorstadt mit 11 900 Euro/Quadratmeter nur 59 Prozent über den 7500 Euro, die im günstigsten Bezirk Moosach-Milbertshofen verlangt werden. 

In der bayerischen Landeshauptstadt ist es also etwas mehr egal, in welcher Ecke man eine Wohnung kauft, als in Berlin. Teuer ist es im Vergleich zu den anderen Städten in München immer. Selbst die 7500 Euro im Schnäppchen-Stadtbezirk Moosach-Milbertshofen liegen noch über den teuersten Stadtteilen von Berlin, Hamburg oder Frankfurt. Im Westend von Mainhattan wurden im vergangenen Jahr 7300 Euro/Quadratmeter fällig. Aus Münchner Sicht – allein aus dem Preis abgeleitet – also eine schlechte Lage, was jetzt natürlich kein Frankfurter gehört haben sollte.

Ein paar frische Zahlen zum Mietwohnungsmarkt München hat derweil Immoscout 24 auf Lager. Danach stiegen die Neubauangebotsmieten im ersten Quartal 2026 gegenüber dem Vorquartal um 1,8 Prozent auf 27 Euro/Quadratmeter. Wenig überraschend: Das Vermittlungsportal aus Berlin registriert bei Wohnungen mit solchen Mieten 49 Prozent weniger Anfragen als bei Angeboten für 16 Euro. Wohnungen, die für 20 Euro angeboten werden, erhalten hingegen nur 10 Prozent weniger Anfragen.

Im Schnitt wurden bei Immoscout für Münchner Bestandswohnungen zuletzt 20,01 Euro/Quadratmeter verlangt und damit 0,4 Prozent mehr als Ende 2025. Das war im Vergleich der acht größten Städte Deutschlands der geringste Anstieg. An der Spitzenposition hinsichtlich der Miethöhe ändert das nichts. Stuttgart folgt mit 15,23 Euro auf Platz zwei. Am günstigsten bleiben Bestandswohnungen in Leipzig. Die durchschnittliche Angebotsmiete dort: 8,90 Euro. Oder höchstens vier Liter Diesel. Pro Quadratmeter. 

Es grüßt Sie ganz herzlich – mit gelegentlichem Blick auf den Preis für Super E10

Ihr

Bernhard Bomke, Chefredakteur 

 

Die aktuelle Ausgabe vom 8. April 2026

Frauenkirche in München, Quelle: Stocks

Die zauberhafte Altstadt in Landshut, Quelle: Stocks

Münsing am Starnberger See, Quelle: Stocks

Bayrische Lebensfreude, Quelle: Stocks

Das Friedensdenkmal in München, Quelle: Stocks

Der Viktualienmarkt in München, Quelle: Stocks